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Inklusion

Inklusive Strukturen schaffen: Digitale Werkzeuge bewusst einsetzen

Digitale Organisation schafft nicht automatisch Inklusion. Sie kann Teams aber dabei unterstützen, Informationen und Zugänge verlässlicher zu gestalten.

Jule Soll, Pädagogische Leitung24. April 20264 min Lesezeit
Inklusive Strukturen schaffen: Digitale Werkzeuge bewusst einsetzen

Inklusion entsteht durch Haltung, Strukturen und konkrete Praxis. Digitale Werkzeuge können diesen Prozess unterstützen, ersetzen aber weder pädagogische Arbeit noch die gemeinsame Auseinandersetzung im Team.

Der Index für Inklusion als Orientierung

Der Index für Inklusion nach Booth und Ainscow betrachtet inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken. Er hilft Schulen dabei, Barrieren wahrzunehmen und Entwicklung gemeinsam zu gestalten.

Informationen zugänglich organisieren

Im Ganztag müssen Teams mit unterschiedlichen Rollen zusammenarbeiten. Verlässliche Kontakte, Hinweise und Abholinformationen können dabei helfen, Kinder passend zu begleiten. Rollen und Berechtigungen sollten so eingerichtet sein, dass notwendige Informationen verfügbar sind und sensible Angaben geschützt bleiben.

moto ordnet Informationen nach Kind, Standort und Aufgabe. Welche Rolle welche Daten sieht, wird bei der Einrichtung festgelegt.

Freie Bewegung passend begleiten

Offene Konzepte können Kindern Wahlmöglichkeiten geben. Dafür braucht das Team einen guten Überblick über Räume, Angebote und Anwesenheit. Je nach OGS kann der Status durch Betreuungskräfte in der App gepflegt oder optional durch NFC-Schritte ergänzt werden.

Ob NFC Selbstständigkeit unterstützt, hängt vom Kind, vom Ablauf und vom pädagogischen Konzept ab. Die Technik sollte deshalb immer als Werkzeug betrachtet werden und nicht als pauschale Lösung.

Barrieren auch digital prüfen

Digitale Prozesse können selbst Barrieren erzeugen, etwa durch unklare Sprache, fehlende Geräte oder komplizierte Zugänge. Bei der Einführung sollten deshalb Eltern, Team und unterschiedliche Nutzungssituationen mitgedacht werden.

Fazit

Inklusive Strukturen entstehen nicht durch Software. Eine passend eingerichtete Plattform kann aber dazu beitragen, Informationen, Zuständigkeiten und Abläufe verlässlicher zu organisieren.

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